Kreativität, Innovation und Textiles Handwerk

Mit rund 800 geladenen Gästen eröffnete die ZURICH FASHION WEEK am 11. Februar 2026 ihre erste Edition – und setzte damit ein Zeichen für die Relevanz der Schweizer Modeszene. Im Zentrum des Abends stand die Opening Night im Kongresshaus Zürich: eine Hommage an handwerkliche Präzision, gestalterische Eigenständigkeit und die nächste Generation kreativer Talente.

Unter den Gästen befanden sich unter anderem Stefanie Heinzmann, Nachwuchsathlet Lionel Spitz, Model Sandra Wildbolz, Designer Adam Brody, die Pariser Journalistin Alice Pfeiffer, Spitzenköchin Meta Hiltebrand sowie Designer Yannik Zamboni und zahlreiche Vertreter:innen aus Mode, Kultur und Medien.

Gefeiert wurde Schweizer Mode in zwei sehr unterschiedlichen, aber komplementären Handschriften:

MODECO COUTURE by THEATERSCHNEIDEREI
Die traditionsreiche Schweizerische Fachschule für Mode und Gestaltung, gegründet 1889, präsentierte unter dem Label MODECO COUTURE by THEATERSCHNEIDEREI exklusive Archiv-Unikate. Die Kollektion zeigte die gestalterische Kraft und handwerkliche Präzision der Theaterschneiderei: historische Verarbeitungstechniken, präzise Silhouetten und aufwändig realisierte Einzelstücke, die ursprünglich für Bühne, Film und Fernsehen entwickelt wurden.

Jedes präsentierte Stück ist ein Unikat und Eigentum der MODECO. Anfertigungen erfolgen auf Anfrage. Damit stand nicht nur Mode im Fokus, sondern die Wertschätzung für ein Handwerk, das in der Schweiz seit Generationen gepflegt und weiterentwickelt wird.

Thongchai Lerspiphopporn
Das junge Talent Thongchai Lerspiphopporn, 2025 gegründet, brachte mit seiner Master-Kollektion When Hope Is Not Enough eine konzeptuelle Perspektive auf die Bühne. Ausgehend von seiner Ausbildung an der HEAD – Genève transformiert Lerspiphopporn Schmucktechniken in konstruktive Systeme der Mode. Techniken wie Chainmail, modulare Verbindungselemente oder Setzarbeiten werden nicht als Dekor eingesetzt, sondern als strukturelle Elemente von Kleidungsstücken.

Die vollständig handgefertigten Pieces bewegen sich zwischen Skulptur und Tragbarkeit und stehen exemplarisch für eine neue Generation von Designer:innen, die Handwerk als strukturelle Disziplin verstehen.



Weitere Infos zur Zurich Fashion Week: www.zfw.swiss

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