Ab dem 20. März zeigt das Zentrum Paul Klee die Werke von Kurt Schwitters (1887, Hannover – 1948, Kendal, UK). Er zählt zu den einflussreichsten und eigenwilligsten Protagonisten der künstlerischen Avantgarde der Zwischenkriegszeit und besitzt bis heute eine beeindruckende Aktualität.
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Kurt Schwitters Die frühlingstür, 1938 |
«Schwitters. Grenzhänger der Avantgarde» ist die erste umfassende museale Ausstellung zum Werk von Kurt Schwitters in der Schweiz seit über 20 Jahren. Sie zeichnet die Vielfalt seines Œuvres über alle Schaffensphasen hinweg nach – von ikonischen Merzbildern, Assemblagen und Collagen über den begehbaren Nachbau des Hannoveraner Merzbaus bis hin zu weniger bekannten Porträts, Landschaften und Skulpturen aus dem Exil.
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Kurt Schwitters Ohne Titel (Porträt Helma |
Ergänzend zeigt das Zentrum Paul Klee Beispiele seines grafischen und literarischen Schaffens und seiner publizistischen Aktivitäten. Die Ausstellung zeigt ihn als radikalen Erneuerer und Grenzgänger zwischen den avantgardistischen Strömungen seiner Zeit, der mit einer unverwechselbaren Synthese aus Kunst, Architektur, Design und Literatur Generationen von Kunstschaffenden prägte.
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Kurt Schwitters Werbeblatt: H. Bahlsens Keks-Fabrik |
Das Werk von Schwitters überwindet traditionelle Gattungsgrenzen in der Kunst. Neben seinem künstlerischen Werk im engeren Sinne war er auch ein einflussreicher Grafiker, Herausgeber und Schriftsteller. Er prägte die moderne Werbegestaltung, gründete den internationalen ring neue werbegestalter und setzte neue Massstäbe in der Verbindung von freier und angewandter Kunst mit dem Ziel, Gestaltung und Typografie nicht nur als technische und dekorative, sondern als kulturelle und künstlerische Aufgaben zu etablieren.
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Kurt Schwitters Merz, Nr. 11, 1924 |
Damit hat Schwitters auch das Schweizer Grafikdesign entscheidend mitgeprägt. Seine Avantgarde-Zeitschrift Merz wurde zum Experimentierfeld typografischer Gestaltung und zur Plattform für sein internationales Künstlernetzwerk. Zudem veröffentlichte er Manifeste, gesellschaftskritische und autobiografische Kurzgeschichten, Theaterstücke, Poesie und sogar Märchen. Berühmt wurde er mit aufsehenerregenden dadaistischen Gedichten wie An Anna Blume (1919) oder mit der Ursonate (1923–1932).
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Kurt Schwitters Postkarte an Walter Dexel, Jena, |
Dieses epochale Hauptwerk des Dadaismus wird als Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung am Samstag, 18. April 2026, um 14:00 sowie am Sonntag, 19. April 2026, um 11:00 im Zentrum Paul Klee als Live-Performance vom Brüsseler Musiker Michael Schmid aufgeführt.




