Mit Collagen die Welt neu denken

Bild: Sabine Hertig (*1982). Untitled, 2025. Analoge Collage auf Papier 30 × 34,5 cm

 

Noch bis Ende November 2026 lassen sich die Collagen, Zeichnungen und Skulpturen von Hans Gerber (1910–1978) und Sabine Hertig (*1982) im Kunstmuseum Thun in der dialogischen Ausstellung «Schnittstellen der Sicht. Hans Gerber und Sabine Hertig» entdecken.

Die Wechselausstellung verbindet die Werke zweier Kunstschaffender, die trotz unterschiedlicher Generationen und künstlerischer Kontexte überraschende Berührungspunkte aufweisen. Dank einer durchdachten Gegenüberstellung gelingt die dialogische Auseinandersetzung mit den Collagen mühelos. Während Hans Gerbers abstrakte und zeitlose Collagen aus der klaren Formensprache seiner bildhauerischen Praxis erwachsen sind, lassen die detailreichen Collagen von Sabine Hertig, die an surreale Szenerien erinnern, einen malerischen Ursprung erkennen.

Beinahe nahtlos lässt sich Gerbers Entwicklung von den Bronzeskulpturen hin zu seinen Collagen, mit denen er ab den 1950er-Jahren experimentierte, verfolgen. Für die zeitgenössische Künstlerin Sabine Hertig sind Collagen nicht bloss ein Ausdrucksmedium, sondern eine Denkweise. Ihre Bilder funktionieren aus der Nähe wie aus der Ferne und zeugen von einem kritischen Umgang mit der massenmedialen Darstellung der Wirklichkeit. Inspiriert von Gerbers Werken hat sie für die Ausstellung Erweiterungen zu Gerbers Collagen realisiert.

kunstmuseumthun.ch 

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