Die Zahnpastatube gehört seit Jahrzehnten zum Badezimmer wie der Spiegel über dem Waschbecken. Doch bei einem wachsenden Teil der Bevölkerung kommen Fragen auf: Was steckt eigentlich in der Tube? Und geht es auch anders?

Kiyo-Gründer Jeffrey Christen und Nando Nichele aus der Zentralschweiz.
Was in herkömmlicher Zahnpasta steckt
Herkömmliche Zahnpasta besteht zu einem grossen Teil aus Wasser, Feuchthaltemitteln und Schaumbildnern. Diese Zusatzstoffe sorgen dafür, dass die Paste ihre gewohnte Konsistenz hat, schäumt und haltbar bleibt – nicht unbedingt, weil sie für die Zahnpflege selbst notwendig wären. Hinzu kommt die Plastikverpackung, die nach Verbrauch kaum vollständig recycelt werden kann.
Ähnliche Fragen stellen sich bei Mundspülungen: Viele enthalten relativ hohe Mengen Alkohol, der zwar antibakteriell wirkt, laut aktueller Fachdiskussion aber auch die natürliche Bakterienbalance im Mund beeinflussen kann.

Tabs im Glas im Vergleich zur Zahnpasta aus der Tube und ihre Vorteile.
Die Idee hinter den Tabs
Das Schweizer Start-up Kiyo aus der Zentralschweiz hat einen anderen Ansatz gewählt: Zahnpflege in Tablettenform, ohne Wasser, ohne Plastiktuben und ohne unnötige Zusatzstoffe. Die Zahnpasta-Tabs bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen und sind wahlweise mit oder ohne Fluorid erhältlich. Geliefert werden sie in Glasfläschchen, die sich per Papier-Refill wieder auffüllen lassen.
Die Anwendung ist einfach: einen Tab in den Mund nehmen, kurz zerkauen, dann wie gewohnt mit angefeuchteter Zahnbürste putzen. Aus dem Brei entsteht durch die Bürstenbewegungen ein zarter Schaum – nach zwei Minuten hinterlassen die Tabs ein frisches Gefühl. Die Tabs funktionieren auch mit elektrischen Schallzahnbürsten.
Für die Mundspülung folgt dasselbe Prinzip: Ein Mundspül-Tab kurz zerkauen, einen Schluck Wasser dazunehmen – fertig. Das Ergebnis ist eine Mundspülung ohne Alkohol und ohne Einwegflasche.
Was Fachleute dazu sagen
Der Zürcher Zahnarzt Dr. Alessandro Devigus sieht in den Tabs echtes Potenzial: «Die Idee hinter Zahnpasta-Tabs ist sehr spannend. Sie reduzieren unnötige Zusatzstoffe und ermöglichen eine präzise und wirksame Dosierung der Wirkstoffe.» Er selbst greife auf Reisen auf Tabs zurück.
Nutzende berichten von positiven Überraschungen: Mehrere Personen schildern, dass ihre Dentalhygienikerin beim nächsten Besuch überraschend wenig Zahnstein festgestellt habe – ein Ergebnis, das sie auf den Wechsel zu den Tabs zurückführen.

Umweltfreundliche, wiederverwendbare Glasverpackung mit Refill-Verpackung aus Papier.
Praktisch, aber nicht günstig
Ein Starter-Set von Kiyo mit Holzzahnbürste, 124 Zahnpasta-Tabs für zwei Monate und 93 Mundspül-Tabs für drei Monate kostet CHF 42.70. Die höheren Kosten erklären sich durch die Schweizer Produktion, die europäischen Rohstoffe und die Glasverpackung – einer Plastikflasche Mundspülung entsprechen nach Herstellerangaben rund 31 Tabs.
Besonders praktisch für Reisende: Die gewünschte Menge Tabs lässt sich einfach in ein kleines Behältnis abfüllen, ohne halbleere Tuben einpacken oder Miniaturgrössen kaufen zu müssen.
Lohnt sich der Wechsel?
Tabs sind kein Wundermittel – aber sie zeigen, dass die Plastiktube keine Naturgewalt ist. Wer auf Inhaltsstoffe achtet, Plastik reduzieren möchte oder einfach neugierig ist, findet hier eine durchdachte Schweizer Alternative. Die etwas ungewohnte Anwendung – das Zerkauen vor dem Putzen – braucht zwei, drei Versuche. Danach ist es Routine.
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Keep smilin'
Kiyo entstand aus der Überzeugung, dass das schönste Lächeln ein natürliches Lächeln ist. Das Unternehmen entwickelt Zahnpflegeprodukte, die natürliche Inhaltsstoffe mit nachhaltigem Konsum verbinden – für Gesundheit und Umwelt gleichermassen. Hinter dem Namen steckt ein Gedanke: Kiyo ist ein japanischer Name und bedeutet «rein». Diese Reinheit und Natürlichkeit sollen sich in jedem Produkt widerspiegeln. Der Ansatz des Unternehmens: Kleine Alltagsentscheidungen ergeben in der Summe eine grosse Wirkung – mindestens zweimal täglich, beim Zähneputzen. Mit dem Rabattcode «MisBärn12» sichern Sie sich jetzt 12% |