Kältebaden

Das Eisbaden: ein aktueller Trend – und gleichzeitig eigentlich eine uralte Tradition. Gianluca Marongiu hat es ein Jahr lang ausprobiert und ist begeistert von den positiven Effekten für Körper, Geist und Gesundheit.

Kälte in unserer modernen Gesellschaft

Früher verspürte Gianluca, sobald der Herbst kam, schnell mal ein Kratzen im Hals. Nach der Lektüre des Buches «Nie mehr krank sein» vom Kälteexperten Wim Hof war Gianluca fasziniert und entschloss sich, die Methode auszuprobieren. Durch eine Kombination von Atemübungen und Kältetraining, so die Idee, kann man das Immunsystem in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Denn, so Wim Hof, wir sind eigentlich dafür geschaffen, draussen zu sein. Geheizte Räume sowie immer wärmere Kleidung tragen dazu bei, dass wir immer kälteempfindlicher und auch schneller krank werden.

Persönliche Erfahrung

Gianluca hat ein Jahr lang die Atemtechniken konsequent trainiert und ist einmal pro Woche in den See. «Nach dem Sommer wurde das Wasser immer wie kälter, das hat etwas mit dem Körper gemacht. Das erste Mal im Winter reinzugehen, löste ein Gefühl wie noch nie zuvor aus. Die Haut beginnt zu kribbeln, die Poren brennen auf eine Art – und dann gibt es einen brutalen Wärmeschlag beim Rausgehen.» Doch Gianluca bemerkte auch die positiven Effekte auf seine Gesundheit. «Ich konnte besser schlafen, war leistungsfähiger und beim Joggen habe ich gemerkt, dass die Muskulatur stärker war.» Das Kratzen im Hals im Herbst war zudem auch weg. Zudem erinnert sich Gianluca: «Ich war in dem Jahr vielleicht höchstens einmal krank.» Der ultimative Test eines erfolgreichen Kältetrainings: eine Wanderung im T-Shirt mitten in den winterlichen Bergen.

Pläne für die Zukunft

Aktuell ist Eisbaden sehr im Trend und es gibt allerlei Gerätschaften, die man kaufen kann, um es zu Hause auszuprobieren. So neu der Trend auch scheinen mag, Gianluca meint schmunzelnd: «Wir Jungen meinen immer, wir erfinden die Welt neu, aber eigentlich ist es eine alte Tradition. Ich sehe jeden Tag urchige Spiezer, die unabhängig von der Jahreszeit baden gehen.» In dieser alten Tradition sieht Gianluca auch eine grosse Chance für die Zukunft des Wintertourismus: «Hier in Spiez haben wir eigentlich all das bereits: den See, die Badehäuschen und natürlich die Berge.» Wer jetzt inspiriert ist, kann mit kalten Duschen anfangen. Direkt ins eisige Wasser zu gehen, ohne Kältetraining und Atemübungen, empfiehlt sich nicht – die Kälte kann nämlich einen Atemschock verursachen.

 

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1 Kommentar

Liebes Mis Bärn Team
Am Forellensee in Zweisimmen haben wir die wunderbare Möglichkeit zum Eisbaden geschaffen …alles was unter +5 Grad Celsius liegt, darüber nennt sich’s Kaltbaden.

Wir stellen Euch sehr gerne Fotos und den Link zu für den Zugang zum See zur Verfügung.

Herzlichst Daniel

Daniel Müller

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